Gewußt wie: Karstadt Karstadt steuert auf Gewinn zu.

In der SZ zu lesen:

Die Rückbesinnung auf die eigenen Stärken steuert Karstadt in die Gewinnzone. Dazu muss ein Händler zunächst wissen, wer überhaupt seine Kunden sind. Bei Karstadt lautet die Antwort: die Frau ab 45, bodenständig, traditionsbewusst, nicht dem letzten Schrei hinterherjagend. Diese Kundin sucht bei Karstadt keine exotischen Mode-Marken, wie sie ihr zuvor angeboten wurden. Sie geht auch nicht in die schrillen Boutiquen in der Einkaufstraße nebenan, deren Konfektionsgrößen eh nicht ihr Ding sind. Sie sucht vielmehr jemanden wie Frau Pöllmann, die sie kundig beraten kann und die ihr ein besonderes Erlebnis bietet.

Das Wiederentdecken alter Kaufhaustugenden ist das Ergebnis einer langen Suche, die zuvor im finanziellen Desaster endete. Beispiel Düsseldorf: Unter dem Vorbesitzer Nicolas Berggruen wurden dort Millionen investiert, die ergebnislos verpufften. Karstadt wollte damals exquisit und trendy sein. Aber andere können das eben besser. Neu-Eigentümer René Benko reduzierte das Sortiment von 600 Marken auf 50. Marken, so das Credo, welche die Karstadt-Kundin nicht kennt, kauft sie auch nicht. Düsseldorf gilt intern seither als mahnender Irrweg. Dort verlor Karstadt seine Stammkundschaft, ohne neue Kundinnen hinzuzugewinnen.

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